
24. AUGUST 2025 - A U S G A B E # 1 0 7

G R U S S W O R T
Herzlich willkommen zu unseren beiden Heimspielen in der KFZ-TEILE KASTNER ARENA.
Ein besonderer Gruß geht an alle mitgereisten Gäste sowie den eingeteilten Schiedsrichtern.
Wer hätte nach fünf Spieltagen gedacht, dass unsere Mannschaft noch ungeschlagen auf Platz 3 der Bezirksliga Nord steht. In der dritten englischen Woche nacheinander wurde auch das Auswärtsspiel beim VfR Jettingen (2:1) erfolgreich gestaltet. Nicht nur die attraktive Spielweise lässt das grün-weiße Herz höher schlagen, auch im taktischen Bereich hat die Mannschaft unserer Spielertrainer Lukas Drechsler und Benny Schmid enorm zugelegt. Die knappe Führung wurde souverän verteidigt und man hatte auch noch Chancen für einen höheren Sieg.
Mit dem TSV Gersthofen haben wir heute einen weiteren Meisterschaftskandidaten zu Gast. Die Lechtaler sind mit großen Ambitionen gestartet, verpassten letzte Saison nur knapp die Relegation. Sie liegen zurzeit aber nur nach jeweils zwei Siegen und Niederlagen und einem Unentschieden im Mittelfeld auf dem 9. Rang. Ein Grund dürfte das Fehlen ihres Torjägers Fabian Bühler sein, mit 24 Treffern ein Garant für die starke letzte Saison. Nach letztem Kenntnisstand wird er voraussichtlich wieder fit sein, dann dürfte auf unsere Abwehr Schwerstarbeit zukommen.
Endlich ist es auch für unsere II. Mannschaft soweit, zum Punktspielauftakt kommt die SG Ottmarshausen II /Westheim II an die Zusam. Die Vorbereitung lief ergebnistechnisch durchwachsen mit einem Sieg gegen die DJK Lechhausen II (1:0), einem Unentschieden gegen den FC Osterbuch (3:3) und einer Niederlage gegen die SG Freihalden/Oberwaldbach (2:3). Trotzdem ist das Trainergespann Max Papendick und Eric Elze zufrieden und möchten unbedingt mit einem Sieg in die Saison starten.
Wir wünschen einen schönen Fußballsonntag und noch viel Spaß mit unserem Stadionmagazin ZUSAM-EXPRESS.
S P I E L B E R I C H T E

VfR Jettingen – TSV Zusmarshausen 1:2 (0:1).
Den besseren Start in die Partie erwischte die Heimelf, für die Benedikt Ost nach nur vier Minuten die erste Chance vergab. Im Anschluss entwickelte sich eine temporeiche Partie mit Torannäherungen auf beiden Seiten. Mit seiner ersten Großchance ging der Aufsteiger dann in Front. Nach einer Hereingabe von Tim Wilde traf Lorenz Helmschrott sehenswert per Volley-Direktabnahme zur Führung in der 30. Minute. Bis zum Pausenpfiff erspielte sich der TSV ein Übergewicht, die Heimelf blieb aber vor allem mit Kontern immer gefährlich. Mit der letzten Aktion der ersten Hälfte verpasste es Torjäger Marc Sirch die Führung auszubauen, nachdem sein Lupfer nur den Querbalken traf.
Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs machte der Aufsteiger Druck und belohnte sich mit dem 0:2. Nach einem geblockten Abschluss von Tim Wilde stand Marc Sirch im Sechzehner goldrichtig und erzielte seinen neunten Saisontreffer (51.). Der Anschlusstreffer durch Nico Fritz per Kopf in der 61. Minute, weckte bei den Zusmarshausener Anhängern Erinnerungen an die Auswärtsspiele in Maihingen und Neuburg, wo der TSV jeweils einen zwei Tore Vorsprung verspielte. Die Mannschaft von Spielertrainer Lukas Drechsler blieb jedoch aggressiv gegen den Ball und lies in den verbleibenden 30 Minuten kaum Möglichkeiten zu und brachte die Führung über die Zeit. In der Nachspielzeit geriet die Heimelf sogar in Unterzahl, nachdem Marlon Fischer eine Zeitstrafe für wiederholtes Foulspiel absitzen musste. (AZ – fabs)
Schiedsrichter: Luca Berger (Höchstädt) – Zuschauer: 270
Tore: 0:1 Lorenz Helmschrott (30.), 0:2 Marc Sirch (51.), 1:2 Nico Fritz (61.)
TSV Zusmarshausen – SV Wörnitzstein-Berg 1:1
Der TSV Zusmarshausen bleibt auch im fünften Bezirksliga Auftritt ungeschlagen und holt gegen den SV Wörnitzstein-Berg ein Remis. Beim ersten Auftritt von Spielertrainer Lukas Drechsler auf dem Feld, tat sich seine Mannschaft zunächst schwer. Zunächst waren Chancen auf beiden Seiten Mangelware, Ballverluste und Foulspiele prägten die Partie. Nach etwa einer halben Stunde kam die Heimelf dann aber besser in die Partie und erspielte sich ein leichtes Übergewicht. In der 45. Minute verpasste Fabian Strehle mit der bis dato besten Chance der Partie die Führung für den TSV, womit es mit 0:0 in die Pause ging.
Den zweiten Durchgang gingen die Hausherren energischer an und belohnten sich in der 53. Minute mit der Führung. Nach einem schönen Spielzug war es Sebastian Rosenmüller der Torjäger Marc Sirch mit einem Steckpass bediente. Sirch blieb cool und erzielte seinen achten Saisontreffer zum 1:0. Im Anschluss verpasste es der Aufsteiger die Kontrolle zu behalten, wodurch sich die Gäste aus Wörnitzstein ein Übergewicht erspielten. Nach 64 Minuten gelang es den Zusmarshausern nicht, eine der vielen Flanken von Dominik Marks zu verteidigen. Maximilian Bschorr stand goldrichtig und traf per Kopf zum Ausgleich.
Von einem leistungsgerechten Unentschieden sprach auch Drechsler nach der Partie. „Der letzte Pass hat auf beiden Seiten zu oft nicht gepasst“, resümierte der Spielertrainer. Trotzdem stimmt ihn die Partie positiv: „Nach den schwächeren Leistungen im Pokal und in Maihingen zeigt unsere Leistungskurve wieder nach oben. So können wir auch am Mittwoch in Jettingen punkten.“ (AZ – fabs)
Schiedsrichter: Johannes Heider (Bissingen) – Zuschauer: 150
Tore: 1:0 Marc Sirch (52.), 1:1 Maximillian Bschor (64.)
V O R B E R I C H T E
Drei Punkte sollen her
Der TSV Gersthofen will im Spiel bei TSV Zusmarshausen nach drei Spielen ohne Sieg den Abwärtstrend endlich stoppen. Das letzte Ligaspiel endete für den TSV Zusmarshausen mit einem Erfolg. 2:1 hieß es am Ende gegen den VfR Jettingen. Gegen den TSV Wertingen kam Gersthofen im letzten Match nicht über ein Remis hinaus (2:2). Mit 16geschossenen Toren gehört der TSV Zusmarshausen offensiv zur Crème de la Crème der BZL Schwaben Nord. Der letzte Dreier liegt für den TSV 1909 Gersthofen bereits drei Spiele zurück.
Vorbericht aus BFV
A Z - K I C K O F F - C H E C K
vom 23. Juli 2025
Im vergangenen Jahr ist der TSV Gersthofen erst am letzten Spieltag an der Relegationsteilnahme gescheitert. Jetzt soll unter dem neuen Trainer Ajet Abazi ein neuer Anlauf in Richtung Landesliga unternommen werden. Ob die Mannschaft um Torjäger Fabian Bühler dazu in der Lage ist? Der Kick-Off-Check könnte Antworten geben.
Mit Spielertrainer Michael Panknin, Admir Omerbegovic, Belmin Bojic (alle SV Wörnitzstein-Berg), Kapitän Manuel Lippe (FC Affing), seinem Stellvertreter Marco Ruppenstein (TSV Aindling) haben gestandene Spieler den TSV verlassen. Dazu Antonio Stoykowski, Dino Rekanovic (beide TSV Täfertingen), Moritz Buchart (TSV Dasing) und Winter-Neuzugang Mustafa Mujezinovic (TSV Neusäß). Neu sind Luigi Manfreda (SV Mering), Joachim Markaj (SC Griesbeckerzell), Vitaly Blinov (FC Burgkirchen) und Torhüter Julian Lippmann (SSV Alsmoos-Petersdorf). Dazu kommen mit Daniel Mrkalj, Kubilay Özcan, Luca Zamfir, Tobias Bühler und Marco Jelusic fünf Kicker aus dem eigenen Nachwuchs. „Das ist die Philosophie des TSV Gersthofen“, erklärt Ajet Abazi, dass man die guten Spieler nicht mehr ziehen lassen will. „Außerdem arbeiten wir gerne mit jungen Spielern zusammen.“
„Der nächste Schuss muss sitzen“, hatte Abteilungsleiter Rico Kornisch gesagt, als man sich nach nur einer Saison im gegenseitigen Einvernehmen schon wieder von Spielertrainer Michael Panknin getrennt hatte. Mit Ajet Abazi konnte nun ein weiterer Hochkaräter aus der regionalen Szene verpflichtet werden. Der 49-Jährige, der zu Regionalliga-Zeiten beim FC Augsburg gespielt hat, kam vom Bayernligisten Türkspor Augsburg. Mitgebracht hat er seinen Co-Trainer Roland Pankratz. „Es macht einen Riesenspaß. Alle ziehen super mit und das Rundumpaket passt“, sagt der ehemalige Keeper, der mit Abazi seit Jahren ein Gespann bildet. Bei beiden stehen Disziplin, Respekt und gute Manieren auf der Tagesordnung. Für das Torwarttraining ist der ewig junge Richard Kozurek (73) zuständig. Als Physiotherapeut unterstützt Thomas Hockenmaier das Trainerteam, als Betreuerin Sonja Heigemeier. Goran Boric und Klaus Wünsch fungieren als sportliche Leiter.
Dass Robin Widmann noch einige Zeit ausfallen wird, war bekannt. Der 28-Jährige hat jedoch inzwischen wieder das Training aufgenommen. In der Vorbereitung verletzten sich Vitaly Blinov, Kenan Kunalic und Fabian Bühler. „Er hat im Testspiel beim TSV Neusäß versucht, einen Eckball direkt zu nehmen und das Tor des Jahres zu erzielen. Das ist in die Hose gegangen“, berichtet Trainer Ajet Abazi. Der 35-Tore-Mann, der zur Überraschung vieler Experten in Gersthofen geblieben ist, musste gegen den FC Augsburg zuschauen (Abazi: „Das war bitter für ihn.“) und wird wohl auch den Auftakt verpassen. „Jetzt müssen wir improvisieren“, sagt der Trainer, der deshalb keine Hau-Ruck-Aktionen plant. „Wir wollen so oder so mit Gersthofer Jungs arbeiten“, bezeichnet Abazi seine Kicker aus dem eigenen Nachwuchs als „Glückskinder“ und kündigt an: „Den einen oder anderen werden wir am ersten Spieltag in der Startformation sehen.“ Einen guten Eindruck hat in der Vorbereitung auch Fareed Lawal aus der zweiten Mannschaft hinterlassen.
In der Vorbereitung gab es Hochs und Tiefs. Der 0:6-Auftaktklatsche in Oberweikertshofen und dem 0:9 gegen den Bundesligisten FC Augsburg standen Siege in Hollenbach, gegen den FC Königsbrunn (jeweils 2:1) und die TSG Thannhausen (1:0) gegenüber. „Wir haben viele Erkenntnisse gewonnen“, sagen Abazi und Pankratz. Unter anderem, dass man auch ohne die Unterschiedsspieler Bühler und Blinov bestehen kann.
Die Auftaktspiele beim Aufsteiger FC Gundelfingen II und gegen den TSV Nördlingen II lösen gemischte Gefühle aus. „Gegen zweite Mannschaften von Bayernligisten ist es immer schwierig, weil man nicht weiß, wer da spielt“, sagt Ajet Abazi. Am dritten Spieltag steht dann der Kracher beim TSV Meitingen, den Abazi neben Wertingen und Wörnitzstein zu den Favoriten zählt, auf dem Programm. „Das Potenzial ist da. Es muss nur geformt werden“, hofft Abazi trotzdem, dass die Verletzten schnell zurück sind. „Wenn alle Mann an Bord sind, haben wir eine gute Mannschaft.“ Dann will der TSV Gersthofen um den Aufstieg mitspielen.
Prognose: Als letztjähriger Tabellendritter geht der TSV Gersthofen als Favorit ins Rennen. Um diese Rolle aber wirklich auszufüllen, braucht man einen fitten Torjäger Fabian Bühler, der sein Visier wieder richtig eingestellt hat.